Die Referenten 2018

Sara Kulka


ERÖFFNUNGSREDE

Das Model und ehemalige Germanys next Topmodell Kandidatin lebt Attachment Parenting mit Leib und Seele. Als Person des öffentlichen Lebens gibt sie ihr Wissen und Ihre Leidenschaft auf ihrer Facebook-Seite, bei Interviews und als Model für Firmen wie bspw. KOKADI an unzählige interessierte Eltern weiter. 
Sara erreicht über diese verschiedenen Ebenen sehr viele unsichere Eltern, bestärkt sie in ihrer Elternschaft und zieht so mit bindungsorientierten Fachkräften an einem Strang.

Wir freuen uns daher sehr, dass Sara zugesagt hat, mit uns gemeinsam am 13.10. den Attachment Parenting Kongress 2018 zu eröffnen.

 

Inspiration

Dr. med. Andreas Krüger

Facharzt für Kinder- und Jugendpsychatrie und Psychotherapie sowie Paar- und Familientherapeut
Unter der Spitze des Eisberges: Traumatherapie mit chronisch-komplex traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Beschreibung folgt ... 

Anja C. und Christian Gaca

Anja Constance Gaca: Hebamme, Stillberaterin IBCLC, Autorin/ Christian Gaca: Redakteur, M.A. Wirtschaftskommunikation, Autor / gemeinsames Blog: www.vonguteneltern.de/ gemeinsames Buch: Von guten Eltern...und glücklichen Paaren (Kösel, Oktober 2017)
Von guten Eltern und glücklichen Paaren

Das Elternwerden und Elternsein stellt eine Beziehung vor ganz neue und nicht immer einfache Herausforderungen. Dies beginnt bereits mit dem Kinderwunsch. Beide Partner gehen meist mit recht verschiedenen Voraussetzungen und Vorstellungen in die Elternschaft. Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sind Phasen im Leben eines Paares, in denen alles im Wandel ist. Der Vortrag zeigt auf, welche Veränderungen und Herausforderungen auf junge Eltern zukommen und was sie dabei unterstützen kann, diese gemeinsam zu meistern. Fachpersonal für diese Lebensphase sind wichtige Begleiter in einer Zeit, in der es gilt, kindliche und elterliche Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen, um als Familie zusammen zu wachsen. 

Brigitte Meissner

Hebamme, Craniosacraltherapeutin, Autorin, Pflegefachfrau (Krankenschwester), Seminarleitung
Bindung fördern mit dem "Herzensfaden"

Bindung zärtlich fördern ist möglich mit dem von der Hebamme und Autorin Brigitte Meissner entwickelten Konzept vom liebevollen Herzensfaden. Gerade bei oder nach schwierigen Geburten oder aufgrund von Trennungen in der frühkindlichen Phase kommt es zu schmerzhaft spürbaren oder belastenden Kontaktverlusten zwischen Mutter oder Eltern und Kind. Der Vortrag zeigt auf, wie Fachpersonen rundum Mutter und Kind den Herzensfaden einer Schwangeren oder Gebärenden als Ressource zum in "Verbindung bleiben" nahe bringen können. Genauso wird aufgezeigt, wie der Herzensfaden manch betroffenen Eltern helfen kann, auch im Nachhinein eine verlorene Bindung zum Kind neu aufzubauen.

Dipl.-Soz.päd. Christiane Puscas

Diplom Sozialpädagogin, körperorientierte Psychotherapeutin, Fachdozentin für Bindung- und Entwicklungstrauma

Die Essenz von Sicherheit — vom Suchen und Finden im Angesicht des Anderen

Die Suche nach Sicherheit ist eines unserer mächtigsten genetischen Programme. Warum aber ist es für manche Menschen einfach, sich bei Angst und Aufregung bei Freunden anzudocken oder sich in eine herzliche Umarmung fallenzulassen, während Andere sich zurückziehen oder unter tröstender Berührung erstarren? Warum lächeln einige Menschen bei der ersten Begegnung und kommen aktiv auf das Gegenüber zu, während es anderen schwerfällt Augenkontakt zu halten und sie neue Kontakte eher meiden? Frühgeburten zum Beispiel haben mit entspanntem Kontaktverhalten oft ein Leben lang Schwierigkeiten. Zu welcher Gruppe gehöre ich und welche Tendenzen lassen sich bereits bei meinem Kind erkennen? Dieser Vortrag erklärt auf neurobiologischer Basis, anschaulich und lebensnah, die Auslöser und Mechanismen, die unser Kontaktverhalten und unsere Bindungsfähigkeit beeinflussen. 

Dr. rer. medic. Christiane Schwarz

Dr. rer. medic., Hebamme, MSc Public Health
Oxytocin – das Kuschelhormon und seine dunklen Seiten

Oxytocin findet in seiner künstlichen Form Anwendung bei fast einem Drittel aller Frauen in deutschen Kreißsälen; in der Plazentarphase sogar bei fast allen klinischen Geburten. Außer seiner körperlichen wirkung auf den Uterus ist es auch ein wichtiges Hormon im Zusammenhang mit Bindung, Zuwendung und Empathie. Und es kann auch anders: es wirkt unter bestimmten Umständen aggressionsfördernd. In diesem Vortrag geht es um Indikationen, subtile und weniger subtile Wirkungen, und um eventuelle kurz- und langfristige Folgen für Mütter und Kinder, die Familien und die Gesellschaft.  

 

Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll

Diplom-Psychologin; Forschungsschwerpunkte: Bindungs- und Explorationsentwicklung in den ersten Lebensjahren, Bildung und Beziehungsqualität, Qualität frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung.
Bindungsentwicklung von der Kindheit bis zum Jugendalter

Warum ist Eltern-Kind-Bindung so wichtig. Nicht nur in den ersten Lebensjahren sondern auch und gerade im Jugendalter. In diesem Vortrag erfahren Sie, wie sich die Bindungsbeziehung vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen entwickelt und was Eltern darüber wissen müssen.

Frauke Ludwig & Diana Schwarz

Initiatorinnen des Attachment Parenting Kongresses – Gründerinnen von Einfach Eltern® und der Trageschule Hamburg® sowie Still- und Trageberaterinnen, Expertinnen für Attachment Parenting 

Moderne Eltern und Steinzeitbabys - ist Attachment Parenting die Lösung?

Wer kennt sie nicht, die Unsicherheit der Eltern im Umgang mit ihrem gerade geborenen Baby. Die romantischen, durch Medien geprägten Erwartungen, werden sehr schnell durch die Realität eingeholt, sobald das Steinzeitbaby bei den Eltern einzieht. So viele Familien werden heute immer noch massiv verunsichert durch alte, immer noch vorherrschende Erziehungsmythen - trotz neuer, moderner, wissenschaftlicher Erkenntnisse. Empfohlene Schlaf-Rhythmen, Stillabstände, Beikostfahrpläne, die Verwöhnangst, etc. - der Elternalltag gleicht einem Tretminenfeld. Doch WISSEN SCHAFFT BINDUNG! Wenn wir verstehen, dass wir modernen Eltern keine modernen Babys bekommen, fällt es uns mit diesem Verständnis leichter, den anstrengenden Alltag mit unseren Kindern zu meistern.

Dieser Vortrag wird ein Rundumschlag bezüglich der Frage, ob Attachment Parenting hier der mögliche Lösungsansatz sein kann - in Kombination mit Hilfestellungen rund um die Aufklärung in der Elternarbeit.Diana Schwarz und Frauke Ludwig, die Initiatorinnen des AP-Kongresses bringen mit eingängigen Beispielen und Metaphern auf den Punkt, wie undogmatische, bindungsorientierte Elternbegleitung aussehen kann.

Gundula Göbel

Kinder - und Jugendlichen Psychotherapeutin, Autorin
Trost – Emotionale Nahrung fürs Leben

Ihr seid eingeladen auf eine Reise, die Kraft des Tröstens zu entdecken. Kinder werden gestärkt in Beziehungen gehen und altersmögliches Einfühlungsvermögen entwickeln können, wenn sie von Beginn an angemessenen Trost erfahren und spüren dürfen. Wie kann dieser Trost aussehen? Gibt es zu viel oder falschen Trost? Diesen Fragen werden wir nachgehen. Die entwicklungspsychologischen und neurologischen Faktoren von Trost werden kurz dargestellt. So wird verständlich und gut nachvollziehbar, warum das Trösten ein besonderes Geschenk an unsere Kinder ist und angemessener Trost ein Leben lang prägt. Schon früh entwickeln Kinder ganz eigene Strategien, um mit Zurückweisung, Schmerz und Traurigkeit umzugehen. Ihre Hilferufe nach Trost sind manchmal kaum wahrnehmbar oder so grell, dass sich Erwachsene überfordert fühlen. Wissen macht Erwachsene handlungsfähig.

Dr. phil. Heike Wolter

Akademische Rätin, Autorin, Lektorin, Fachreferentin zu frühen Verlusten
Als die Stille bei uns wohnte anstatt Dir

Wie in der Mitte der Nacht fühlen sich Eltern, wenn ihr Kind in der Schwangerschaft, im Umfeld der Geburt oder nach einigen Lebenstagen, -wochen oder -monaten stirbt. So unfassbar ist das Geschehene, dass sich viele fragen: Wie kann ich weiterleben? Das gelingt durch eigene Ressourcen, aber auch durch ein Netzwerk kompetenter Begleiter. Was kann ich selbst, was können andere tun, damit diese Ausnahmesituation so gut wie möglich bewältigt werden kann? Viele - oft kleine Dinge - können hilfreich sein, damit Eltern die ersten Stunden, Tage und Wochen bestmöglich unterstützt werden. Und auch in den folgenden Monaten und Jahren bedeutet Heilung nicht Vergessen, sondern aktive Erinnerung. Wie diese aussieht, ist individuell verschieden und doch gibt es Rituale und Möglichkeiten, die vielen guttun. All diesen Themen spürt der Vortrag nach und gibt konkrete Hinweise für diese herausfordernde Situation.

Dr. Henrik Norholt, Ph.D.

Forschungsleiter, Ph.D.,  Universitätsdozent an diversen Universitäten in ganz Europa, Referent bei Fort- und Weiterbildung für Hebammen, 
Dozent für das Dänische Hebammen Master Programm an der Southern Danish University, Redner auf Hebammen Konferenze, Blog Autor

Tragen und der Einfluss auf die väterliche Bindung

In der Vergangenheit ist die Frage, wie Väter die Beziehung zu ihren Kindern von der Zeugung an durch die frühe Kindheit aufbauen, in der Bindungsforschungsgemeinde auf relativ wenig Interesse gestoßen. Dies hat jedoch in den letzten Jahren stark zugenommen. Wir fassen die bisherigen Ergebnisse zusammen.

Das Babyfürsorgeverhalten von Vätern unterscheidet sich von dem der Mütter und trägt daher einen eigenen Teil zur Persönlichkeitsentwicklung des Kindes bei. Auch die Väter profitieren von der Interaktion mit ihrem Kind, ihr Bindungsverhalten, ihr Gehirn und auch ihr hormonelles System werden durch Vater-Kind-Kontakt und Berührungen beeinflusst und geformt. Sensitive Zeitfenster für die taktile Einbindung von Vätern sowie das Tragen des Neugeborenen werden mit Fokus auf die Tragweite diskutiert.

Inken Harring Andresen

Hebamme, Familienhebamme, DELFI© Kursleiterin, Fachreferentin, Hebammenpraxis Seelenzeit

Sichere Bindung - Sichere Geburt
Gebären durch die Kraft der Bindung zu seinem Kind! 

Methode zur  bindungsorientierten Geburtsvorbereitung

Wie kann die werdende Mutter die einzigartige Kraft der stetigen Bindung zu ihrem Kind in den neun Monaten der Schwangerschaft bewusst umsetzen, so dass es dann zu einer guten Entbindung bzw. Lösung bei der Geburt kommt?

Bindungsorientierte Geburtsvorbereitung verständigt sich auf die natürlichen und gesunden Kräfte der Bindungs- und Lösungsdynamik, die vor, während und nach der Geburt aktiv sind. Das ungeborene Kind wird optimal auf diese Kräfte vorbereitet, da es sich in der Zeit der Schwangerschaft in ständiger Interaktion und Bindung mit seiner Umwelt, vor allem zu seinen Eltern befindet. Wenn wir auf Grundlagen der heutigen Erkenntnisse der Neurobiologie diese Interaktionskraft  durch die vorgeburtliche Kommunikation zum Baby bewusster gestalten, können wir sicher sein, dass Loslassen und Gebären nur eine Fortführung zur nächsten Bindung ist. Die Eltern und ihr Baby werden somit die Geburt gemeinsam in ihrer einzigartigen Verbundenheit und sicheren Lösungskraft erfahren!

Dipl.-Päd. Katia Saalfrank

Diplom-Pädagogin / Therapeutin / Eltern- und Familienberater
Kindheit ohne Strafen neue wert-schätzende Wege für Eltern, die es anders machen wollen.

Wir kränken unsere Kinder und verspielen ihr Vertrauen, wenn auf Konflikte mit Strafen reagieren" sagt Katia Saalfrank.Time-out, Handy- und Computerverbote, wenn-dann-Sätze: Strafen und Konsequenzen als Konfliktlösestrategie halten sich hartnäckig im Erziehungsrepertoire von Eltern und in den Ratgebern von Experten. Ob es um Zimmer aufräumen oder Hausaufgaben machen geht - was kurzfristig funktioniert, zeigt langfristig Schaden, denn Kinder erleben durch Strafen Demütigung, Ablehnung, Vertrauensverlust, und das Familienklima wird durch Machtkämpfe vergiftet. In diesem Vortrag werden Mechanismen eines sanktionierenden Umgangs aufgedeckt und neue Wege aufgezeigt.

Katja Reim

Journalistin, Bloggerin (www.meincomputerkind.de), Autorin von "Ab ins Netz?!"
Medienerziehung und Spaß dabei??

Medienkompetenz ist die Übertragung klassischer Fähigkeiten und Werte wie Urteilsvermögen, Respekt oder Empathie auf die virtuelle Welt. Eltern können ihre Kinder schon analog auf das vorbereiten, was spätestens in der Pubertät digital auf sie zukommen wird. Eltern sollten ihrem Nachwuchs früh begreifbar machen, dass Privatsphäre im Netz relativ ist, dass Namen Schätze sind und dass Fotos und Worte im Internet eine ganz eigene Dynamik entwickeln können. Das lässt sich mit einfachen Hilfsmitteln wie Kaffeebechern, Klebezetteln oder digitalem Taschengeld veranschaulichen. Außerdem sollten Kinder verstehen, dass digitale Medien kein einseitiges Unterhaltungsmedium sind, sondern auch kreative Werkzeuge, mit denen man wunderbar gemeinsam basteln kann.

Nora Imlau

Journalistin, Autorin, Stillbegleiterin (DAIS)
Gute Nächte für alle! Wie Kinder und Eltern zu mehr Schlaf und Ruhe finden

Warum ist das Thema Schlaf für viele Familien so schwierig? Was brauchen Kinder, um gut ein- und durchschlafen zu können? Und was können Eltern tun, wenn sie am Ende ihrer Kräfte sind, ihr Baby aber nicht schreien lassen wollen? Diesen und weiteren Fragen rund um den Schlaf der Kleinsten widmet sich Nora Imlau in ihrem Vortrag, der auf ihrem Buch "Schlaf gut Baby!" basiert, das sie gemeinsam mit Dr. Herbert Renz-Polster geschrieben hat.

Dr. Robby Sacher

"Facharzt für Allgemeinmedizin Chirotherapie/Manuelle Therapie"
KISS - Und die Auswirkung auf die kindliche Entwicklung

...

Ruth Abraham

Soziologin, Philosophin, Betreiberin der Seite unerzogenleben.com
Warum wir aufhören sollten zu erziehen - und was wir statt dessen tun können

Die Idee von Erziehung, wie sie nun einige Jahrhunderte gedacht wurde ist überholt. Was aber kann an ihre Stelle treten? Und welche Probleme gibt es eigentlich mit Erziehung als Idee? Dazu betrachten wir grundlegende Begriffe wie Macht und Sozialisation und das moralische Dilemma vor dem wir im Umgang mit unseren Kindern stehen, um schließlich eine Idee zu entwickeln wie eine Praxis des erziehungsfreien Umgangs jenseits von Dogmatismen und Verantwortungsverweigerung.

Sandra Heim

Mompreneur-Coach, Autorin und Gründerin von MAMA Revolution
Was ist meine Arbeit wert? Warum der "richtige Preis" nicht nur mit Geld zu tun hat.

Besonders in den Berufen, die das Wohl von Kindern, Schwangeren oder Müttern betreffen, ist die Hemmung groß, für angemessene Honorare einzustehen. Den "richtigen Preis" für die eigene Dienstleistung zu finden und selbstbewusst einzufordern ist für viele eine unangenehme Herausforderung, die Kopfzerbrechen bereitet. Doch wem hilft es wirklich weiter, wenn 

beispielsweise Hebammen, Doulas, Still- oder Trageberaterinnen ihren Einsatz unter Wert verkaufen und finanziell nur schwer auf einen grünen Zweig kommen? Um gesellschaftlich mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit gegenüber den wahren Bedürfnissen von Säuglingen, Kindern und Eltern zu schaffen, ist es auch wichtig, für den Wert der eigenen Arbeit einzutreten. Dieser Vortrag beschäftigt sich damit, wie uns das gelingen kann.

 

Dipl.-Psych. Stefanie Stahl

Psychotherapeutin und Bestsellerautorin
Das Kind in dir muss Heimat finden! Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme

Der Selbstwert bestimmt unser Lebensgefühl, unsere Beziehungen und unseren Lebenserfolg. Genüge ich? Bin ich willkommen? Was muss ich leisten, um geliebt zu werden? Wer bin ich eigentlich? Bin ich gut genug? Darf ich mich wehren? Wie kann ich mich selbst behaupten?

Im Idealfall entwickeln wir während unserer Kindheit das nötige Selbst- und Urvertrauen, das uns als Erwachsene durchs Leben trägt. Doch auch die erfahrenen Kränkungen prägen sich ein und bestimmen unbewusst unser gesamtes Beziehungsleben. Bestsellerautorin Stefanie Stahl hat einen neuen, wirksamen Ansatz zur Arbeit mit dem »inneren Kind« entwickelt: Wenn wir Freundschaft mit ihm schließen, bieten sich erstaunliche Möglichkeiten, Konflikte zu lösen, Beziehungen glücklicher zu gestalten und auf (fast) jedes Problem eine Antwort zu finden.

Susanne Kerndt

Krankenschwester, Pikler Pädagogin i.A., Dozentin
Umhüllt, getragen, geborgen - das Neugeborene und seine Welt

Ein ungeborenes Kind darf gut eingehüllt im Bauch der Mutter, in einer ganz eigenen, verborgenen Welt heranwachsen. Es darf „groß werden“ in einer Atmosphäre von Halt, Wärme, Schutz, Geborgenheit, Nähe, Fülle, Sicherheit und Verbundenheit …Mit der Geburt ändert sich fast alles für den kleinen Menschen. Wie können wir dem Kind die ersten Stunden, Tage und Wochen seines Lebens erleichtern? Wie können wir seine neue Umgebung gestalten, um es in seiner Entwicklung optimal zu unterstützen? Sein Vertrauen in diese Welt stärken? Wie kann das Neugeborene sich auch nach der Geburt gehalten, gewärmt, geschützt und geborgen fühlen? Was braucht ein neugeborenes Kind, um sich körperlich und seelisch genährt fühlen zu können? Was können wir tun, um ihm Sicherheit und Verbundenheit zu geben? Und was brauchen Eltern für einen guten Start ins Familienleben? Die neugeborene Familie braucht vor allem Ruhe und Zeit um zusammenzuwachsen. Wenn Eltern in ihrer Elternkompetenz gestärkt werden, wenn sie ermutigt werden auf ihr Bauchgefühl zu hören, können sie ihren eigenen Weg finden, sich in die Bedürfnisse des Kindes einfühlen und intuitiv reagieren. So kann Bindung gelingen.

Dipl.-Päd. Susanne Mierau

Diplom-Pädagogin, Familienbegleiterin, Heilpraktikerin, Autorin
„Trotzphase? Autonomiephase? Überhaupt eine Phase? Wie Eltern und Kinder in Beziehung bleiben“

Häufig wird von der Trotz- oder Autonomiephase gesprochen, wenn Kinder um den zweiten Geburtstag herum verstärkt ihr Streben nach Eigenständigkeit zeigen und einfordern. Sehen wir jedoch genauer hin, stellen wir fest: Selbständigkeit, Autonomie, Selbstwirksamkeit sind Themen, die sich über die gesamte Zeit des Lebens erstrecken und immer einen Einfluss nehmen auf die Beziehung und sich in der Beziehung spiegeln. Unterschiedliche Meinungen, Konflikte und der Umgang mit ihnen begleiten Eltern von Anfang der Elternschaft bis zu ihrem Ende. Dem Entwicklungsalter der Kinder entsprechend ist es die Aufgabe von Eltern, geeignete Umgangsformen damit zu finden und auch mit sich selbst, wenn der Umgang damit schwer fällt und eigene Erlebnisse hochgespült werden. Im Vortrag werden die verschiedenen Aspekte der kindlichen Entwicklung beleuchtet und erklärt und Anregungen gegeben für die Arbeit mit Eltern, die Beratung hierzu suchen.

Thomas Harms

Dipl. Psychologe; Körperpsychotherapeut
Emotionelle Erste Hilfe – Krisenbegleitung für Eltern, Säuglinge und Kleinkinder

Welche körperlichen Voraussetzungen sind nötig, damit Eltern einen feinfühligen und tragfähigen Zugang zu ihren Säuglingen und Kindern entwickeln? Warum braucht Bindungssicherheit einen Körper? Und wieso hilft die Bauchatmung, um stimmige Lösungen bei herausfordernden Konflikten mit unseren Kindern zu finden? Anhand von eindrücklichen Videobeispielen wird der Bremer Psychologe und Körperpsychotherapeut Thomas Harms berichten, wie er verzweifelten Eltern und Kindern hilft, ihre Bindungs- und Entwicklungskrisen zu überwinden.. Die zentrale aussage des Referenten lautet: Sichere Bindung entsteht nur dort, wo wir eine achtsame Verbindung mit unserem Körper entwickeln. Der Aufbau einer stabilen Selbstverbindung wird zum wichtigsten Mittel, um die Beziehungs- und Resonanzfähigkeit von Eltern und Kind zu verbessern.

Trageschule Hamburg®

Dr. STEFANIE ECKSTEIN: Ausbildung TSHH, Promovierte Molekularbiologin, Studium Sonderpädagogik & Psychologie
YVONNE WELSER: Ausbildung TSHH, Diplom Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin, Personal Coach IHK, Business Coach

Werden getragene Babys die besseren Menschen?

Babys, die viel getragen werden, nehmen automatisch am Leben auf Augenhöhe teil und bekommen ganz nebenbei viel Berührung und Körperkontakt von ihren Bezugspersonen.

Der Tastsinn ist der erste Sinn, der sich beim ungeborenenen Kind ausbildet, so dass es bereits in der achten Schwangerschaftswoche auf Berührung reagieren kann. Die Wichtigkeit dieses Sinnes zeigt sich weiterhin auch in unserer Sprache, wo nicht umsonst der Ausdruck „berührt werden“ sowohl eine Bedeutung auf körperlicher, aber auch auf seelischer Ebene hat.

Doch wie kann sich das Tragen mit den damit möglicherweise verbundenen Veränderungen auf die Enwicklung des Kindes auswirken? Wird dadurch ein besseres Bindungsverhalten erreicht, und kann der verstärkte Körperkontakt den Kindern helfen, sich selber und ihre Welt besser zu begreifen? Kann man vielleicht noch einen Schritt weiter gehen, und sagen, dass die ausgebildeten Kompetenzen und Ressourcen den Kindern bis ins Erwachsenenalter hinein eine besondere psychische Widerstandskraft gegen z.B. Stress bieten?

"Vegan ist Ungesund"

Aljosha - Arzt,
Gordon - Social Media Profi, Vegane Influencer & Youtuber

Gordon und Aljosha
Vegane Ernährung bei Kindern - warum es sinnvoll ist und was man beachten sollte

Schaut man sich die Medien an, scheint der Fall ganz klar zu sein: Vegane Kinderernährung ist so ziemlich das Schlimmste, was unser Planet zu bieten hat. Doch wer hätte es gedacht: Es sieht ganz anders aus. Gordon und Aljosha erklären, warum es sogar sinnvoll ist, Kinder vegan zu ernähren. Die beiden Hamburger klären auf ihrem Kanal „Vegan ist ungesund“ über die rein pflanzliche Lebensweise auf und räumen – gespickt mit einer ordentlichen Portion Witz – Vorurteile gegenüber Veganern aus dem Weg.

Verena Schmid

Hebamme, internationale Dozentin, Autorin
Selbstbestimmte Geburt. Mit Ressourcen Qualität schaffen

Die Frau ist das letzte Glied in der Kette der Geburtshilfe, empfangendes Ziel ihrer Bemühungen. Sich aktiv an den Anfang der Kette zu stellen, bedingt viele Veränderungen: eigene Bedürfnisse erkennen, eigene Ressourcen anregen und einsetzen, Strategien entwickeln, kommunizieren, sich mit den physiologischen Prozessen in Einklang bringen, technische Hilfsmittel, vor allem aber, mit sich in Kontakt sein. Es geht um einen Paradigma Wechsel, der aktuell konfliktbeladen ist. In diesem Vortrag werden wir das Thema vertiefen und praktische Wege erforschen die gehbar sind.

Die Referenten

Abendprogramm: Filmvorführung

DIE SICHERE GEBURT mit Einführung von Carola Hauk

Der Film „Die sichere Geburt - Wozu Hebammen?“ folgt der Spur der natürlichen Geburt. Er zeigt, wie komplex die physiologisch Geburt abläuft ab dem Moment, ab dem das Kind das Signal gibt, geboren zu werden und wodurch die Geburt gestört wird.
Er zeigt, wie eine natürliche Geburt aus einer gesunden Schwangerschaft resultiert, wenn die Frau selbstbestimmt gebären kann und so wenig wie nötig eingegriffen wird. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wird der Film zeigen, dass wir Hebammen brauchen und zwar sehr viel mehr, als wir heute noch haben für Vorsorge, Geburtsvorbereitung, Geburtsbegleitung, Nachsorge und als Familienhebammen.